Klare Verhältnisse in Weiningen für den Gubrist-Ausbau

18.12.2014 - Medienmitteilung

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Aufgrund der Entscheide des Bundesverwaltungsgerichts und des Bundesgerichts wird das Projekt für den Ausbau der Nordumfahrung Zürich angepasst. So plant das Bundesamt für Strassen ASTRA eine Überdeckung der Autobahn beim Gubrist-Westportal sowie eine Verschiebung des Halbanschlusses. Mit einer am 16. Dezember 2014 abgeschlossenen Absichtserklärung zwischen dem ASTRA, der Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Zürich und der Gemeinde Weiningen wurde eine wichtige Voraussetzung für einen möglichst baldigen Bau der 3. Tunnelröhre durch den Gubrist sowie für die damit verbundene Siedlungsreparatur im Abschnitt Weiningen geschaffen.

Die täglichen Staus auf einer der meistbefahrenen Autobahnen der Schweiz, der A1/Nordumfahrung, sind für den Wirtschaftsraum Zürich eine grosse Belastung und verursachen erhebliche volkswirtschaftliche Kosten. Um diesen Missstand zu beheben, wurde 2009 das Plangenehmigungsverfahren für den Ausbau des Gubristtunnels und der Nordumfahrung gestartet. Gegen das Projekt wurden mehrere Beschwerden erhoben, unter anderem von der Gemeinde Weiningen, die eine Überdeckung von 270 Metern Länge forderte. Mit Urteil vom 15. Januar 2014 beauftragte das Bundesverwaltungsgericht das ASTRA, zwecks Siedlungs- und Landschaftsreparatur, eine Überdeckung des westlichen Portalbereichs mit einer Länge von 100 Metern zu projektieren. Ferner hat das Bundesgericht in seinem Urteil vom 23. September 2014 das ASTRA angewiesen, die Verschiebung des Halbanschlusses in Richtung Limmattalerkreuz sowie dessen gänzliche Aufhebung zu prüfen.

Möglichst rascher Ausbau nun möglich

Es ist von gesamtschweizerischem Interesse, dass mit dem Ausbau der A1/Nord­umfahrung so schnell wie möglich begonnen werden kann. Mit der Klärung der Grundlagen für die erforderlichen Projektanpassungen im Portalbereich von Weiningen ist dies nun möglich. Insbesondere waren die Lage und die Ausgestaltung der Portalverlängerung, der Umgang mit dem Gewerbehaus sowie die Anpassung der kantonalen Umfahrungsstrasse zu regeln. Das ASTRA, die Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Zürich und die Gemeinde Weiningen haben dazu am 16. Dezember 2014 eine zweite Absichtserklärung unterzeichnet. Bereits 2012 war zwischen denselben Parteien eine erste Absichtserklärung zum Gubristportal in Weiningen unterschrieben worden, die nun durch die neue Vereinbarung abgelöst wird.

Die Portalverlängerung wird gemäss der Absichtserklärung so ausgestaltet, dass sie sich ins Siedlungsgebiet einfügt und für einstöckige Bauten durch die Gemeinde genutzt werden kann. Mit der Überdeckung können die Lärmschutzwälle und das bestehende Gewerbehaus im Bereich des heutigen Westportals den neuen Gegebenheiten angepasst werden. Aufgrund des Urteils des Bundesverwaltungsgerichts trägt das ASTRA den Hauptteil der Kosten der Portalverlängerung. Der Kanton übernimmt die Mehrkosten in der Höhe von fünf Millionen Franken, die sich aus den Nutzungs- und Gestaltungsanforderungen für die Portalverlängerung ergeben. Die Höhe der Kostenbeteiligung der Gemeinde Weiningen wird zu einem späteren Zeitpunkt zwischen Kanton und Gemeinde festgelegt. Die Siedlungsreparatur umfasst ferner eine geplante Entwicklung des Gewerbehauses durch private Investoren sowie eine darauf abgestimmte Anpassung der Kantonsstrasse.

Gemäss Urteil des Bundesgerichts prüft das ASTRA zudem die von der Gemeinde vorgeschlagene Variante für die Verlegung des Halbanschlusses in Richtung Limmattalerkreuz sowie dessen Aufhebung. ASTRA, Kanton und Gemeinde gehen davon aus, dass die Aufhebung des Halbanschlusses nicht sinnvoll ist und die Verlegung im Vergleich zum ursprünglich vorgesehenen Anschlussbauwerk nicht wesentlich mehr kosten wird.

Die Projektierung der erforderlichen Anpassungen (Portalverlängerung, Halbanschluss) wird vom ASTRA umgehend an die Hand genommen. Diese Änderungen werden voraussichtlich 2017 oder 2018 öffentlich aufgelegt.

(Gemeinsame Medienmitteilung der Volkswirtschaftsdirektion mit dem Bundesamt für Strassen ASTRA und der Gemeinde Weiningen)

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