Innovationspark auf dem Flugplatzareal Dübendorf: Städtebauliche Studie liegt vor

27.08.2014 - Medienmitteilung

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Innovationspark Götterbogen Säntisblick

Das Generationenprojekt Innovationspark Zürich kommt planmässig voran. Volkswirtschaftsdirektor Ernst Stocker und Baudirektor Markus Kägi präsentieren heute in Dübendorf die städtebauliche Studie, welche die Basis für den kantonalen Gestaltungsplan bildet. Die Schaffung von Planungsrecht bis Sommer 2015 ist die Grundlage für einen Start des Hub-Standorts Zürich im Rahmen des Nationalen Innovationsparks.

Der Regierungsrat hat sich zum Ziel gesetzt, auf dem Flugplatzareal Dübendorf einen Hubstandort des nationalen Innovationsparks zu errichten. Der Kanton erarbeitet derzeit dessen raumplanerische, inhaltliche und organisatorische Grundlagen. Dazu gehört insbesondere ein kantonaler Gestaltungsplan, mit dem grundeigentümerverbindliches Planungsrecht geschaffen wird. Dieser stellt eine Grundlage für den Standortentscheid durch den Bund im Sommer 2015 dar. Voraussetzung ist das vorgängige Festsetzen einer entsprechenden behördenverbindlichen Richtplanrevision, welche dem Kantonsrat bereits vor den Sommerferien zugestellt wurde.

Die Basis für den kantonalen Gestaltungsplan bildet eine städtebauliche Studie. Im Februar 2014 nahmen drei interdisziplinäre Expertenteams (agps, Hosoya Schaefer, Lampugnani/Baukontor) die Arbeiten an der Studie auf. Sie hatten innerhalb von nur vier Monaten sowohl die städtebaulichen, nutzungsbezogenen, freiräumlichen als auch die verkehrlichen Rahmenbedingungen für die Entwicklung des Innovationsparks in Dübendorf zu beleuchten. Insbesondere war aufzuzeigen, wie das Freiraumpotenzial des Flugplatzareals für die Öffentlichkeit nutzbar gemacht werden könnte. Gestützt auf die Ergebnisse der städtebaulichen Studie haben die Projektpartner das Team Hosoya Schaefer für die Ausarbeitung des kantonalen Gestaltungsplans, welcher eine erste Etappe von 25 Hektaren umfasst, ausgewählt, wie Volkswirtschaftsdirektor Ernst Stocker und Baudirektor Markus Kägi am Mittwoch vor den Medien darlegen.

Ein zentraler Platz

Gesamtplan Innovationspark
Gesamtplan Innovationspark.

Ausgangspunkte des Projekts von Hosoya Schaefer sind der heute schon an der Ecke Wangenstrasse / Rechweg bestehende Eingang zum Flughafen (wird als «Götterbogen» bezeichnet) und die daran anschliessend neu zu schaffende Säntisachse, die als Park gestaltet werden soll. Angrenzend an diesen zentralen Ort wird eine noch zu definierende Ankernutzung angeordnet. Die erste Etappe in der Grösse von 25 Hektaren wird vom Eingang her in Richtung Wangen-Brüttisellen entwickelt. Die «Innovation Mall» als zentrale Achse ist städtisch und dicht ausgestaltet. In diesem Gebiet ist die Ansiedlung von Grossfirmen und urbaner Infrastruktur geplant. Auf der äusseren Seite der «Innovation Mall» liegt das «Innovation Village», das mit kleineren Nutzungseinheiten durchmischt ist. Das Gebiet süd­östlich des Flugplatzeingangs wird zu einem späteren Zeitpunkt, wenn entsprechende Bedürfnisse bestehen, detaillierter gestaltet.

Das Verkehrskonzept zielt auf eine räumliche Trennung von öffentlichem und motorisiertem Individualverkehr ab. Die «Innovation Mall» ist die zentrale Erschliessungsachse für den Fuss- und Radverkehr sowie die Glattalbahn. Die Haupterschliessung für den motorisierten Individualverkehr soll langfristig über den «Parkway» erfolgen, der den Innovationspark rückwertig abschliesst. Der «Parkway» ist als dreispurige begrünte Strasse mit einem grosszügigen Mittelstreifen und breiten Trottoirs konzipiert.

Mit dem bestehenden Eingangsgebäude («Götterbogen»), der «Säntisachse», der «Innovation Mall» und dem «Parkway» verfügt das Konzept von Hosoya Schaefer über einprägsame und identitätsstiftende Orte. Schon in der ersten Etappe sind alle wesentlichen Elemente vorhanden. Es lässt sich bedürfnisgerecht in kleinen oder grösseren Schritten entwickeln und verfügt damit über die nötige Flexibilität, um auf Unsicherheiten im Gesamtprojekt eingehen zu können. Von Vorteil ist zudem, dass in der Startphase niederschwellige Erschliessungsmassnahmen vorgesehen sind.

Gestaltungsplan konkretisiert erste Etappe des Innovationsparks

Als nächster Schritt werden nun unverzüglich die Arbeiten am kantonalen Gestaltungsplan aufgenommen, in welchem die Elemente für die erste Etappe des Innovationsparks grundeigentümerverbindlich definiert werden. Er beinhaltet konkrete Angaben über die Anzahl und die Lage von Baufeldern sowie die Art der Nutzung. Ebenfalls zu vertiefen sind verkehrliche Abklärungen bezüglich der Auswirkungen der Entwicklung auf das regionale Verkehrsnetz. Zentral ist schliesslich die inhaltliche und zeitliche Abstimmung mit weiteren Planungsarbeiten, zum Beispiel mit der Umsetzung der kommunalen Testplanung Wangenstrasse, mit der sich in der kantonsrätlichen Beratung befindlichen Richtplanrevision sowie mit den laufenden und anstehenden Planungen des Bundes.

Der Kanton Zürich entwickelt parallel zu den raumplanerischen Themen die zukünftige Organisation des Innovationsparks. Ein Realisierungskonzept für die später zu gründende Trägerschaft soll bis zum ersten Quartal 2015 zur Umsetzung bereit sein.

Weiterführende Informationen und Bildmaterial finden Sie unter www.innovationspark-zuerich.ch.

(Gemeinsame Medienmitteilung der Baudirektion und der Volkswirtschaftsdirektion)

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